Mehr Sicherheit durch Kernspintomographie

Wir sind erst dann zufrieden, wenn die Ergebnisse eine genaue Diagnose ermöglichen. Deshalb führen wir in Einzelfällen ergänzend zu einer Mammographie und Mamma-Sonographie auch eine Kernspintomographie der Brust durch, um unklare Befunde weiter abzuklären. Gerade bei dichtem Drüsengewebe können mit der MRT verdächtige Veränderungen oft besser und verlässlicher aufgespürt werden. Auch bei der Beurteilung von Brustimplantaten und des umgebenden Drüsengewebes spielt die Mamma-MRT eine wichtige Rolle - hier ist die Beurteilbarkeit mit der konventionellen Mammographie nur sehr eingeschränkt möglich. 

Neuere Studien haben gezeigt, dass bei einigen Tumortypen die Mamma-MRT bis zu 50% mehr suspekte Läsionen finden kann als die Mammographie und der Ultraschall. Daher empfiehlt die Fachgesellschaft American Cancer Society in ihren aktuellen Leitlinien zur Brustkrebsdiagnostik die regelmäßige Durchführung der Mamma-MRT bei Hochrisikopatientinnen (ggf. ergänzend zur Mammographie).

Die Untersuchung erfolgt in unseren 1,5T oder 3T-Hochfeld-Kernspintomographen an unseren Standorten München Zentrum und in der Lucille-Grahn-Straße. Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage, sodass die Brustdrüsen in speziellen Vertiefungen liegen können. Während der Untersuchung wird Ihnen ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel über eine Vene der Hand oder des Unterarms verabreicht. Das Kontrastmittelverhalten des Brustdrüsengewebes wird über einige Minuten beobachtet und computergestützt ausgewertet. Hierdurch können auffällige Befunde gefunden und weiter eingeordnet werden.

Wichtig: bei Frauen mit regelmäßiger Monatsblutung sollte die Untersuchung zwischen dem 5. und 12. Zyklustag durchgeführt werden, da in dieser Zeit die Beurteilbarkeit und die Aussagekraft der Untersuchung am besten ist. Bei der Einnahme von Hormonen (z.B. gegen Wechseljahresbeschwerden) kann es sinnvoll sein, die Präparate vor der Untersuchung abzusetzen, ausgenommen ist die Anti-Baby-Pille.

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Vorsorgeuntersuchung meist in voller Höhe. Für gesetzlich Versicherte ist eine Mamma-MRT als Kassenleistung nur in wenigen Ausnahmefällen (z.B. unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Nachsorge oder bei nachgewiesener Genmutation) möglich. Eine MR-Mammographie im Rahmen der Früherkennung wird von gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Sollten Sie weitere Fragen haben, informieren wir Sie gerne.