Mammographie

Bei der digitalen Mammographie handelt es sich um eine Röntgenaufnahme der Brust.

Sie wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs, der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen, eingesetzt. Hier sind wir seit vielen Jahren Partner im Mammographie-Screening-Programm. Dank des Screeningprogramms zur Früherkennung von Brustkrebs kann die Brustkrebs-Sterblichkeit um bis zu 40 Prozent gesenkt werden (siehe http://www.mammo-programm.de).

Frauen im Alter von 50 - 69 Jahren sollten daher alle 2 Jahre an dem Screening-Programm teilnehmen. Bei familiärer Vorbelastung kann es auch sinnvoll sein, Untersuchungen bereits früher und häufiger durchführen zu lassen. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Falls Sie selbst einen Knoten im Brustgewebe ertastet haben, sollte in der Regel eine weitere Abklärung mit einer Mammographie oder Sonographie erfolgen. Mit modernsten, digitalen Geräten können Aufnahmen hoher Qualität mit sehr geringer Strahlenbelastung erstellt werden.

Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollten sich in Abständen von zwei Jahren regelmäßig untersuchen lassen. Liegen bestimmte Risikofaktoren vor, sind ggf. jährliche Mammographie- und/ oder Sonographie-Untersuchungen empfehlenswert.

Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Senologie gelten diejenigen Frauen als Hochrisikopatientinnen, bei denen:

  • mindestens zwei erstgradig verwandte Frauen der Familie von Brust- und/oder Eierstockkrebs betroffen sind, wobei mind. eine Frau zum Zeitpunkt der Erkrankung unter 50 Jahre alt gewesen ist
  • eine Frau der Familie von einseitigem Brustkrebs betroffen ist, wobei die Erkrankung im Alter von 30 Jahren oder früher aufgetreten ist
  • eine Frau der Familie von beidseitigem Brustkrebs betroffen ist, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist
  • eine Frau der Familie von Eierstockkrebs betroffen ist, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist
  • ein männlicher Verwandter von Brustkrebs betroffen ist

Unsere speziell geschulten und zertifizierten medizinisch-technischen Assistentinnen bereiten Sie einfühlsam auf die Untersuchung vor und erklären Ihnen jeden Schritt. Um eine gute Bildqualität trotz niedriger Strahlendosis zu erreichen, wird Ihre Brust für die Untersuchung kurzzeitig komprimiert. Dies kann etwas unangenehm sein, ist jedoch völlig ungefährlich und nur von kurzer Dauer. Wenn möglich sollte die Untersuchung kurz nach der Regelblutung erfolgen, da die Brust dann weniger druckempfindlich ist.

Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen erstellt, die im Anschluss an die Untersuchung von unseren Experten ausgewertet werden. Das Untersuchungsergebnis wird mit Ihnen im anschließenden Arztgespräch ausführlich besprochen und Ihre Fragen beantwortet. Nach der Erstellung der Bilder untersucht Sie eine(r) unserer ärztlichen Experten / Expertinnen. Anschließend bespricht er / sie mit Ihnen das Ergebnis und klärt Ihre persönlichen Fragen. Oft ist eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung, in Einzelfällen auch eine Kernspintomographie der Brust sinnvoll.

Eine spezielle Vorbereitung ist für die Untersuchung nicht notwendig. Falls Sie noch einen regelmäßigen Zyklus haben, sollte der Untersuchungstermin möglichst kurz nach der Regelblutung gelegt werden, da die Brust dann weniger druckempfindlich ist. Wenn bereits Voraufnahmen oder Vorbefunde vorliegen, bringen Sie diese bitte zur Untersuchung mit. Falls Sie spezielle Fragen haben, notieren Sie sich diese gerne vorab. So können wir bestmöglich auf Ihre individuelle Situation eingehen.