ZENTRUM FÜR NEURORADIOLOGIE

Der Blick in das Innere des Schädels

Moderne Schnittbildgebung des Kopfes

Neuroradiologie – Was ist das?
Die Neuroradiologie beinhaltet die Untersuchung des Gehirns und der Wirbelsäule und deren angrenzende Strukturen mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren (Kernspintomographie (MRT), Computertomographie (CT), Angiographie u.a.). Insbesondere mit der MRT lassen sich das Gehirn und das Rückenmark hochaufgelöst dreidimensional darstellen. Dadurch lassen sich Ursachen neurologischer Beschwerden erkennen. Häufige Krankheitsbilder sind Schlaganfälle, Hirnblutungen, entzündliche Erkrankungen des Gehirns (z.B. Multiple Sklerose), Schwindel, Kopfschmerzen, Hirntumore, Schädel-Hirn-Verletzungen, Bewegungsstörungen (z.B. Parkinson-Erkrankung), zunehmende Vergesslichkeit (Demenzen), Erkrankungen der Wirbelsäule (z.B. Bandscheibenvorfälle), aber auch viele andere Erkrankungen. Auch Erweiterungen (Aneurysmen) und Engstellen (Stenosen) der Gefäße können in der MR-Angiographie oft noch vor der Entstehung neurologischer Beschwerden risikoarm diagnostiziert werden. DIE RADIOLOGIE setzt hierfür technische Geräte der neuesten Generation ein, einschließlich 3 Tesla Hochfeld-Magnetresonanztomographen. 

Durch zunehmend bessere Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nimmt die Bedeutung der Neuroradiologie in der medizinischen Versorgung weiter zu.
Hier finden Sie Informationen zu Erkrankungen bei welchen neuroradiologische Untersuchungen durchgeführt werden:

Kopfschmerzen und Schwindel gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die Ursache ist oft mit einem gezielten Gespräch/ Anamnese beim Neurologen zu klären. In einigen Fällen ist es jedoch sinnvoll, eine zugrundeliegende krankhafte Veränderung des Gehirns mittels Schnittbilddiagnostik auszuschließen. Insbesondere die MRT gestattet eine hochaufgelöste Darstellung auch der kleinsten Strukturen des Gehirns und der angrenzenden Strukturen, um mögliche Veränderungen z.B. im Bereich des Gleichgewichtssystems zu erkennen und genau zu lokalisieren.

Ischämie - unblutiger Schlaganfall
Jährlich erleiden in Deutschland ca. 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Erkrankungen, die zu Invalidität oder zum Tod führen kann. Beim Schlaganfall wird zwischen unblutigem Schlaganfall und blutigem Schlaganfall unterschieden. Beim unblutigen Schlaganfall kommt es zu einem plötzlichen Gefäßverschluss. Ähnlich wie beim Herzinfarkt liegen meist bereits Verengungen der Halsgefäße oder der Hirngefäße vor, die häufig zuvor keine Symptome verursachen.

Verengungen der Halsschlagadern
Verengungen der Halsschlagadern (Carotiden) sind häufig eine Form der Arteriosklerose. Diagnostisch stehen der Ultraschall (Dopplerultraschall) aber auch CT und MRT zur Verfügung, um eine Verengung und den Grad der Verengung sicher zu erkennen. Übersteigt die Verengung einen bestimmten Grad (> 65- 70%), steigt das Risiko eines Schlaganfalls stark an. Mittels CT- oder MR-Angiographie können solche Verengungen der hirnversorgenden Gefäße frühzeitig erkannt werden. Durch die Therapie solcher Veränderungen kann es gelingen, das langfristige individuelle Schlaganfallrisiko zu senken.

Wer sollte sich untersuchen lassen: 
Das Risiko für einen unblutigen Schlaganfall, ebenso wie für den Herzinfarkt, ist erhöht bei: Rauchern erhöhtem Blutdruck (arterieller Hypertonie) Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) erhöhten Blutfetten (Cholesterin) Übergewicht erblicher Vorbelastung

Beim blutigen Schlaganfall kommt es zu einer Gehirnblutung. Gründe hierfür können ebenfalls Veränderungen der kleinen Hirngefäße sein, die dadurch „brüchig“ werden. Ein anderer Grund stellt das „Reißen“ einer umschriebenen Aufweitung eines Hirngefäßes (Aneurysma) dar. Etwa 3 % der Erwachsenen in Deutschland haben ein solches Aneurysma, jedoch muss nicht jedes Aneurysma bluten. Die MRT der hirnversorgenden Gefäße bietet die Möglichkeit solche aneurysmatische Erweiterungen der Gefäße frühzeitig zu erkennen. Durch die rechtzeitige Erkennung und Therapie solcher Veränderungen kann es gelingen, das langfristige individuelle Schlaganfallrisiko zu reduzieren.

Das Risiko für einen blutigen Schlaganfall ist ebenfalls bei Rauchern, bei erhöhtem Blutdruck sowie bei manchen Erkrankungen mit Bindegewebsschwäche erhöht. Aneurysmen können erblich bedingt sein, sodass bei familiärer Häufung von Aneurysmen eine Bildgebung der Hirngefäße erfolgen sollte.

Demenz ist nicht gleich Demenz. Es gibt diverse Ursachen für eine Abnahme der Gehirnleistung. Die häufigste Form ist der Morbus Alzheimer, auf den bis zu 60 Prozent der Erkrankungen zurückgehen. Eine andere Ursache für eine dementielle Erkrankung kann der Bluthochdruck sein, wodurch die kleinen Blutgefäße des Gehirns zerstört werden und es so zu einer vaskulären Demenz kommt. Es ist wichtig zu wissen, dass bereits heute ein Teil der Gedächtnis- und Denkstörungen gut behandelbar ist. Hierfür ist die Frage zu klären, unter welcher Form der Demenz der oder die Betroffene leidet, um zu einem frühen Zeitpunkt eine mögliche Behandlung zu beginnen. Deshalb wird von führenden Experten einmal im Laufe der Erkrankung eine Untersuchung möglichst mittels MRT oder alternativ mittels CT empfohlen.

Rückenschmerzen stellen nach Kopfschmerzen das häufigste Schmerzsyndrom dar und treten bei 87% der Bevölkerung im Laufe des Lebens ein- oder mehrmals auf. Ursächlich für Rückenschmerzen kann ein Bandscheibenvorfall sein. Allerdings findet man solche Bandscheibenvorfälle auch häufig bei gesunden Menschen ohne Rückenschmerzen (bei >60% der über 60jährigen). Bei der Diagnostik muss daher besonders sorgfältig auf eine Übereinstimmung von den Beschwerden des Patienten und den Veränderungen der Wirbelsäule, die man in der Bildgebung sieht, geachtet werden. Dies setzt ein entsprechendes klinisches Hintergrundwissen des Radiologen und einen guten Austausch zwischen dem Radiologen und den zuweisenden Ärzten voraus. Darauf legen wir bei DIE RADIOLOGIE besonderen Wert. Die beste Untersuchungsmethode für die Wirbelsäule hängt u.a. von der Art der Beschwerden ab. Mit der MRT werden Weichteilveränderungen wie Bandscheibenvorfälle besonders gut erfasst, wohingegen die CT beispielsweise bei der Beurteilung knöcherner Veränderungen mitunter überlegen ist. Für die Auswahl der richtigen Therapie bei Rückenschmerzen ist die Bildgebung von großer Bedeutung, auch um entscheiden zu können ob eine bildgesteuerte Schmerztherapie der richtige Therapieansatz ist.

Profitieren Sie von unserer Erfahrung: wir bieten Ihnen auf Wunsch auch eine Zweitbefundung bzw. Zweitmeinung an.

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