Radiosynoviorthese

Unter Radiosynoviorthese (RSO) versteht man eine seit vielen Jahren bewährte nuklearmedizinische Therapiemethode, mit der chronisch entzündliche Gelenkerkrankungen lokal behandelt werden. Wörtlich übersetzt bedeutet Radiosynoviorthese die Wiederherstellung der Gelenkschleimhaut durch radioaktive Strahlung.

Die Therapie wird in unserer Praxis ausschließlich von Dr. Thomas Winter durchgeführt.

Unter Radiosynoviorthese (RSO) versteht man eine seit vielen Jahren bewährte nuklearmedizinische Therapiemethode, mit der chronisch entzündliche Gelenkerkrankungen lokal behandelt werden. Wörtlich übersetzt bedeutet Radiosynoviorthese die Wiederherstellung der Gelenkschleimhaut durch radioaktive Strahlung.

Chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen beruhen auf einer dauerhaften Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovia), diese ist verdickt und häufig zottenartig gewuchert. Für die Entzündung gibt es unterschiedliche Ursachen und Auslöser. Bei dauerhafter Entzündung kommt es mit der Zeit zur Schädigung weiterer wichtiger Gelenkstrukturen wie Knorpel und Knochen (Sekundärarthrose).

Mit der RSO können alle Gelenke der Extremitäten behandelt werden. Bewährte Indikationen sind alle rheumatischen Gelenkerkrankungen (in der Regel erst nach mind. 6 Monate nicht ausreichend erfolgreicher Basistherapie), aktivierte Arthrosen und chronische Synovialitis nach Gelenkersatz mit wiederholt auftretendem Gelenkerguss.

Zur Abklärung und Therapieplanung ist in der Regel eine 3-Phasen-Knochen-Szintigraphie oder eine Kernspintomographie mit Kontrastmittel notwendig.

Nach gründlicher Hautdesinfektion und örtlicher Betäubung wird das Gelenk unter sterilen Bedingungen punktiert. Die richtige Lage der Nadel wird durch die Injektion einer kleinen Menge Kontrastmittel kontrolliert und dokumentiert. Anschießend wird eine gering radioaktive Substanz eingespritzt, wobei für verschiedene Gelenke unterschiedliche Radionuklide und Dosierungen verwendet werden.

Mit der anschließend durchgeführten Verteilungsszintigraphie wird die einwandfreie Verteilung im Gelenk dokumentiert.

Am Schluss erfolgt ein steriler Wundverband und die Anlage einer Schiene.

Nach der Therapie sollte das behandelte Gelenk für 48 Stunden nicht bewegt werden, daher erfolgt die Anlage einer Schiene. Bei der Behandlung von Gelenken der unteren Extremität sind zusätzlich Gehhilfen notwendig. Die Wirkung der RSO tritt mit einer deutlichen Verzögerung (meist 6-12 Wochen, manchmal bis zu 6 Monate) ein. Eine Wiederholung ist nur sehr selten notwendig, eine Nachuntersuchung sollte ca. nach einem halben Jahr erfolgen.

Die eingespritzten Radionuklide sind sog. Beta-Strahler mit kurzer bis sehr kurzer Reichweite. Sie entfalten die Wirkung an der Gelenkhaut, führen aber nicht zu einer Schädigung des gesunden Gewebes, wie z.B. Knorpel oder Knochen oder gar der Mitmenschen.

Sie haben Fragen zu Nuklearmedizinischen Untersuchungen? Wir beraten Sie gern.

Tel.: 089 550 59-60
E-Mail: nuk{at}die-radiologie.de