Kernspintomographie

Kernspintomographie

Die Kernspin- auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt - ist eine der modernsten bildgebenden Verfahren. Die Bildgebung basiert auf einem starken Magnetfeld in der "Röhre" in welcher der Patient liegt, ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen. Der Röhrendurchmesser unserer modernen MRT-Geräte ist deutlich größer als bei früheren Geräten und beträgt bis zu 70 cm, sodass diese Systeme als "halboffene MRT-Geräte" bezeichnet werden. Unsere Ärzte und MTRAs begleiten Sie einfühlsam bei der Untersuchung.

Spezielle MRT-Untersuchungen

Mehr Sicherheit bei der Brustdiagnostik durch Mamma-MRT

Neuere Studien empfehlen eine regelmäßige, ergänzende MRT bei Hochrisikopatientinnen. Gerade in dichtem Drüsengewebe können so verdächtige Veränderungen deutlicher und damit sicherer aufgespürt werden. Eine wichtige Rolle spielt die Mamma-MRT zudem bei der Beurteilung von Brustimplantaten sowie des umgebenden Drüsengewebes - dies ist mit der konventionellen Mammographie nur sehr eingeschränkt möglich.

Nicht nur bei der Abklärung, auch bei der Vorsorge spielt die MRT eine immer größere Rolle. Neuere Studien haben gezeigt, dass bei einigen Tumortypen die Mamma-MRT bis zu 50% mehr suspekte Läsionen finden kann als die Mammographie und der Ultraschall! Daher empfiehlt die Fachgesellschaft American Cancer Society in ihren aktuellen Leitlinien zur Brustkrebsdiagnostik die regelmäßige Durchführung der Mamma-MRT bei Hochrisikopatientinnen (ergänzend zur Mammographie). Weitere Informationen zum Thema Brustdiagnostik finden Sie auf unserer Seite Kompetenzzentrum Brustdiagnostik.

Die MRT der Prostata ist das derzeit beste bildgebende Verfahren zur Darstellung der Prostata um einen Tumor auszuschließen oder nachzuweisen. Die MRT ermöglicht genaue Informationen über den Ort und die Ausbreitung eines Tumors - ohne, dass in den Körper eingegriffen werden muss.

Weitere Informationen zum Thema Prostatadiagnostik, zur Vorsorge und Diagnostik von Prostatakrebs finden Sie auf unserer Seite Zentrum für Prostatadiagnostik.

Die Ganzkörper-MRT (GK-MRT) ermöglicht eine umfassende bildgebende Analyse des ganzen Körpers in einem einzigen Untersuchungsgang ohne Strahlenexposition.

Weitere Informationen zum Thema Ganzkörper-MRT finden Sie auf unserer Seite Vorsorge-Untersuchungen.

Die MR-Angiographie ist heute die Methode der Wahl zur Darstellung der arteriellen Gefäße. Sowohl die Gefäße im Hals- und Kopfbereich, als auch die Gefäße des restlichen Körpers lassen sich mit der MRT-Angiographie hervorragend untersuchen. Durch die sehr hohe räumliche Auflösung der modernen Geräte lassen sich auch Veränderungen an den kleinsten Gefäßen sehr gut und rechtzeitig erkennen. Durch den technischen Fortschritt hat die nicht invasive MR-Angiographie die früher notwendige risikobehaftete Katheter-Untersuchung in der Diagnostik abgelöst. Zur Durchführung der MRT muss der Patient lediglich ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt bekommen, welches sich in den Gefäßen verteilt und so die Darstellung der Gefäße ermöglicht. Die Untersuchung einer Körperregion (z.B. der Beine) dauert nur wenige Minuten und liefert zuverlässige Ergebnisse.

Spezielle MRT-Untersuchungen im Bereich der muskuloskelettalen Bildgebung

Bei der direkten Arthrographie erfolgt die MRT- oder manchmal auch die CT-Untersuchung des Gelenks, nachdem zuvor Kontrastmittel in das Gelenk injiziert wurde. Mit Hilfe dieser Technik, die bei speziellen Fragestellungen indiziert ist, können vor allem Strukturen der Gelenkkapsel und die knorpeligen Anteile eines Gelenks besser als in einer konventionellen MRT beurteilt werden. Am häufigsten wird diese Technik beim Hüftgelenk, der Schulter und dem Handgelenk eingesetzt, manchmal auch am Sprunggelenk.

Das Kontrastmittel wird mit einer dünnen Nadel, in etwa so groß wie bei einer Blutabnahme, unter sterilen Bedingungen und nach örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) unter Röntgenkontrolle in das Gelenk injiziert. Anschließend erfolgt die eigentliche Bildgebung im MRT-Gerät.

Mögliche, jedoch sehr seltene Risiken der Gelenkpunktion sind eine Infektion, Blutungen oder eine allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel oder das örtliche Betäubungsmittel.

Eine Besonderheit an unserem Standort Ridlerstraße ist ein kleines, sehr leistungsfähiges MRT-Gerät (Gelenk-Scanner) für die Untersuchung der Hand/Handgelenk und des Fußes/Sprunggelenk. Der Patient sitzt während der Untersuchung bequem neben dem Gerät und nur die Hand bzw. der Fuß befindet sich in dem Tunnel des Gerätes.

Hinweise zu den Untersuchungen

Eine Kernspintomographie dauert je nach Untersuchungsregion und Fragestellung etwa 15 Minuten. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass der Patient ruhig liegen bleibt. Unser freundliches medizinisch-technisches Personal steht während der Untersuchung jederzeit in Kontakt mit dem Patienten und überwacht diesen.

Während der Untersuchung treten durch schnell wechselnde Magnetfelder laute, aber normale und ungefährliche Klopfgeräusche auf, aus diesem Grund tragen die Patienten während der Untersuchung einen Gehörschutz.

Bei manchen Fragestellungen ist die intravenöse Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels notwendig. Es ermöglicht eine bessere Diagnostik und Aussagekraft der Untersuchung. Nebenwirkungen der Kontrastmittelgabe wie beispielsweise eine allergische Reaktion sind sehr selten. Bei der Gabe von MRT-Kontrastmitteln verwenden wir an allen unseren Standorten, außer bei speziellen Untersuchungen der Leber, nur noch "makrozyklische" Kontrastmittel, welche zur Gruppe der sichersten und verträglichsten MRT-Kontrastmittel gehören.

Patienten mit medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern, Hirnschrittmachern, älteren Herzklappen oder bestimmten Schmerzpumpen können meist nicht mit einer MRT-Untersuchung untersucht werden, da ggf. Risiken für den Patienten auftreten könnten. Falls Sie Träger eines medizinischen Gerätes sind und nicht wissen, ob Sie eine MRT-Untersuchung bekommen können, kontaktieren Sie uns. Wir versuchen, dies gemeinsam mit Ihnen zu klären.

Wichtig: Falls Sie Träger eines medizinischen Gerätes sind bringen Sie bitte den Geräteausweis unbedingt zur Untersuchung mit, auch wenn Sie bereits früher schon eine MRT-Untersuchung hatten. Vor allem wenn Sie einen Herzschrittmacher oder implantierten Defibrillator tragen, bitten wir Sie dies bei der telefonischen Terminanfrage zu erwähnen, in der Regel führen wir dann eine individuelle Prüfung durch, ob eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden kann. 

Schwangerschaft: In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft sollte keine MRT-Untersuchung erfolgen.

Sie haben einen Herz-Schrittmacher oder andere implantierte Geräte und wissen nicht ob Sie eine MRT-Untersuchung bekommen können oder haben andere Fragen zur Kernspintomographie?

Wir beraten Sie gern.

Tel.: 089 550 59-60
E-Mail: mrt{at}die-radiologie.de