Bauchraum / Darm

CT-Kolographie (virtuelle Koloskopie)

Die zuverlässige Alternative zur Darmspiegelung

Mit jährlich über 70.000 Neuerkrankungen ist Darmkrebs eine der häufigsten Tumorerkrankung in Deutschland. Verdächtige Darmpolypen können Vorstufen von Darmkrebs entsprechen. Sie können im Rahmen einer gezielten Vorsorge heute rechtzeitig erkannt und gut behandelt werden. So kann eine Krebserkrankung verhindert werden.

Leider nehmen bisher nur wenige Menschen die Möglichkeit zur Vorsorge wahr.

Für Patienten mit Vorbehalten gegenüber der klassischen Darmspiegelung (Endoskopie) gibt es jetzt eine Alternative: Die CT-Kolographie (virtuelle Koloskopie) hat in zahlreichen wissenschaftlichen Studien ihre gegenüber der klassischen Endokopie gleichwertige Genauigkeit und Zuverlässigkeit bewiesen. Der Darm wird dabei im modernen 64-Zeilen Computertomographen schnell und schmerzfrei auf Polypen und tumoröse Veränderungen untersucht.

Die Fachgesellschaft American Cancer Society empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien zur Darmkrebsvorsorge (März 2008) die virtuelle Koloskopie als effektive und sichere Alternative zur Vorsorgeendoskopie.

  • keine Narkose oder Sedierung erforderlich
  • kein Narkoserisiko
  • die Untersuchung dauert nur wenige Minuten
  • Sie können die Praxis unmittelbar nach der Untersuchung wieder verlassen
  • Hohe diagnostische Genauigkeit
  • die Dicke der Darmwand und alle Bauchorgane können – im Gegensatz zur Endoskopie – mit beurteilt werden
  • kein Einführen eines Endoskops notwendig, daher vernachlässigbare Perforationsgefahr (Risiko bei der Endoskopie ca. 0,2%)
  • komplette Darstellung des Darms (in der Endoskopie bleiben einzelne Darmanteile oft nicht einsehbar)
  • auch Patienten mit Herzschrittmacher können untersucht werden
  • geringe Strahlenexposition (Niedrigdosis-Technik)

Wie bei allen anderen Krebsarten auch, ist die Ursache nicht eindeutig. Sicher ist nur, dass etwa jeder 20. Mensch im Laufe seines Lebens an Darmkrebs erkrankt. Deshalb empfehlen wir allen Menschen ab dem 50. Lebensjahr, die sich eine Darmspiegelung ersparen möchten, die virtuelle Kolonoskopie.

Die CT-Kolographie ist insbesondere sinnvoll bei:

  • Patienten, die eine herkömmliche Darmspiegelung (Endoskopie) ablehnen
  • endoskopisch nicht vollständig einsehbarem Darm (z.B. bei Knickbildung, Engstellen)
  • Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko (z.B. durch blutverdünnende Medikamente) oder bei denen aus anderen Gründen eine Darmspiegelung nicht durchführbar ist

Bei familiär gehäuftem Auftreten von Darmkrebs (mit entsprechend hoher Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit einer Gewebeprobe) sollte dagegen möglichst eine endoskopische Untersuchung (Darmspiegelung) erfolgen.

Die Untersuchung des Darms wird im 64-Zeilen Computertomographen durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Die erstellten hochaufgelösten Bilder werden anschließend unter Verwendung einer speziellen 3D-Software analysiert, um Polypen und Tumore auszuschließen oder zu erkennen.

Um mögliche Veränderungen besser beurteilen zu können, muss der Darm während der Untersuchung vorsichtig aufgeweitet werden. Dazu appliziert der Arzt harmloses CO2-Gas über einen kurzen, weichen Schlauch. Unsere Praxis verfügt über einen automatischen CO2-Insufflator, so dass die Insufflation sicher und individuell an den Patienten angepasst erfolgen kann.

Bei einem auffälligen Untersuchungsergebnis (z.B. Darmpolyp) kann gegebenenfalls eine koloskopische Abtragung (in Kooperation mit einem Gastroenterologen) noch am gleichen Tag ohne erneute Vorbereitung erfolgen.

Auch die virtuelle Darmspieglung kann nur durchgeführt werden, wenn der Darm vorbereitet ist. Dazu nimmt der Patient ab dem Nachmittag des Vortages eine Lösung zur Darmentleerung ein. Um die körperliche Belastung für Sie so gering wie möglich zu halten, findet die Untersuchung gleich am darauf folgenden Vormittag statt. Da ggf. ein Röntgenkontrastmittel appliziert wird, benötigen wir vorab Laborwerte zur Nieren- und Schilddrüsenfunktion (Kreatinin und TSH).

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Vorsorgeuntersuchung meist in voller Höhe. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten nur teilweise oder in begründeten Einzelfällen auf Anfrage. Beim Stellen eines Kostenerstattungsantrags helfen wir Ihnen selbstverständlich gerne.

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