Osteoporose

Die einzige Möglichkeit einer frühen Diagnose einer verminderten Knochendichte, bevor Frakturen auftreten, ist die Knochendichtemessung. 

Beugen Sie einer Osteoporose rechtzeitig vor!

Die Osteoporose stellt eine der häufigsten Erkrankungen des alternden Menschen dar. Im Rahmen des Knochenstoffwechsels wird vermehrt Knochen abgebaut, die Knochenmasse schwindet und die für die Stabilität wichtige Mikrostruktur des Knochens wird verändert. Dies hat zur Folge, dass die Stabilität des Knochens abnimmt und das Risikos eines Knochenbruchs vor allem der Wirbelsäule und des Oberschenkels zunimmt. Aber auch in Folge einer Medikamenteneinnahme (z.B. bei Kortison, manche Medikamente bei der Behandlung von Brustkrebs) kann es zu einem vermehrten Knochenabbau kommen.

Die Osteoporose ist heute ein weltweites Gesundheitsproblem. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat die Osteoporose als eine der zehn wichtigsten Volkskrankheiten eingestuft.

Die einzige Möglichkeit einer frühen Diagnose der Osteoporose bzw. einer Osteopenie (der Vorstufe der Osteoporose), bevor Frakturen auftreten, ist die Bestimmung der Knochendichte. In der Regel erfolgt hierfür eine DEXA-Messung (Dual Energy X-Ray Absorptiometry) bei welcher mit sehr schwachen Röntgenstralen die Knochendichte der Lendenwirbelsäule und des Schenkelhalses gemessen wird. Weil die Röntgenstrahlung so schwach ist, ist die Untersuchung mit einer Dauer von 5-10 Minuten länger als eine normale Röntgenaufnahme. Die DEXA-Messung ist die von der WHO und der DVO (Dachverband Osteologie) anerkannte und empfohlene Standardmethode zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung der Osteoporose. Die DEXA-Untersuchung bieten wir an unserem Standort München Zentrum in der Sonnenstraße an. Weitere detaillierte Informationen über die DEXA finden Sie auf der Seite Untersuchungen > Knochendichtemessung.

Nach den aktuellen Leitlinien der DVO (Dachverband Osteologie) wird eine Knochendichtemessung als Basisdiagnostik generell bei Frauen ab dem 60., bei Männern ab dem 70. Lebensjahr empfohlen. Wenn Risikofaktoren, wie beispielsweise Diabetes Mellitus Typ 1, eine Rheumatoide Arthritis vorliegen oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente, wird eine DEXA-Messung bei Frauen aber bereits schon nach der Menopause und bei Männern ab dem 60. Lebensjahr empfohlen.

Ein weiteres Verfahren zur Messung der Knochendichte ist die Q-CT-Untersuchung. Diese spezielle (quantitative) Computertomographie zur Beurteilung der Knochendichte erfolgt nur in Ausnahmefällen wenn die DEXA-Messung auf Grund schwerer degenerativer Veränderungen an der Wirbelsäule nicht mehr aussagekräftig ist.

Zur Osteoporose-Prophylaxe werden neben der Führung eines gesunden Lebenstils mit Bewegung vor allem eine gesunde Ernährung mit ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D3 empfohlen. Hierzu ist es aber wichtig zu wissen, dass ein Zunahme der Knochendichte unter Therapie aber nur sehr langsam erfolgt. Daher ist es wichtig eine relevante Knochendichteminderung schon frühzeitig mit einer Knochendichtemessung zu entdecken!

Die spezifische medikamentöse Therapie ist teils abhängig von der Ursache einer Osteoporose, hierzu wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt.

Kontrolluntersuchungen der Knochendichte sollten nicht in kürzeren Abständen als einem Jahr durchgeführt werden.

Information: Die DEXA-Messung führen wir nicht als Kassenleistung durch.