Kernspintomographie/ Magnetresonanztomographie (MRT)

Ein bildgebendes und strahlungsfreies Verfahren zur Untersuchung aller Körperregionen

Kernspintomographie (MRT)

DIE RADIOLOGIE bietet an mehreren ihrer Standorte Kernspintomographie-Untersuchungen an, diese werden synonym auch Magnetresonanztomographie-Untersuchungen genannt (Abkürzung MRT).
Bei MRT-Untersuchungen können - ohne Strahlenbelastung und im Schichtverfahren - völlig schmerzlos dreidimensionale Bilder erstellt werden. MRT ist nicht zu verwechseln mit dem „Röntgen“ - oder der Computertomographie. Während bei diesen Verfahren Röntgenstrahlung zur Bilderstellung verwendet wird, basiert die Kernspinuntersuchung auf einem starken Magnetfeld innerhalb der "Röhre", in welcher der Patient liegt.

Wir sind für Sie da

Unsere Ärzte und AssistentInnen (MTRA) werden Sie während Ihres Besuchs einfühlsam begleiten. Rasche Untersuchungen erfolgen in entspannter Atmosphäre auch für Kinder, ältere Menschen und körperlich Benachteiligte - unsere Ärzte und unser medizinisches Personal sorgen für reibungslose Abläufe und streben stets danach, dass Sie sich während der Untersuchung entspannt und sicher fühlen. Wir sind ein Team kompetenter Ärzte, die auf ein großes Netzwerk zurückgreifen können und auf Ihre speziellen Befindlichkeiten eingehen.

Modern: "halboffene" MRT-Geräte

Patienten mit Platzangst untersuchen wir, wenn möglich, an MRT-Geräten mit besonders weitem Durchmesser der "Röhre", die daher als "halb-offene" Kernspintomographen bezeichnet werden. Diese Geräte gehören zu den MRTs der neuesten Generation mit besonders hohem Patientenkomfort. Der Röhrendurchmesser unserer „MRT´s“ ist mit bis zu 70 Zentimetern deutlich größer als bei älteren Geräten. 

Einsatzgebiete der MRT

In unserer Praxis wird die MRT zur Diagnose von Veränderungen und Erkrankungen folgender Organe und Gewebe eingesetzt:

  • Kopf, Gehirn und Rückenmark
  • Wirbelsäule
  • Alle Gelenke
  • Muskeln, Bänder und Knorpel
  • Arme und Beine
  • Halsweichteile
  • Bauch- und Beckenorgane
  • Nieren und Harnwege
  • Weibliche Beckenorgane
  • Herz und Herzgefäße

Hinweise zu den Untersuchungen

Die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Deshalb ist der Patient während einer kernspintomographischen Untersuchung auch keiner Strahlenbelastung ausgesetzt.

Das Prinzip Kernspin

Normalerweise drehen sich alle Atomkerne im Körper um ihre eigene Achse. Diesen Drehimpuls nennt man auch „Kernspin“. Durch ihre eigene Drehung erzeugen diese Kerne ein minimales Magnetfeld. Besonders wichtig sind hier die Wasserstoffkerne, da sie im Körper am häufigsten vorkommen.

Die magnetische Ausrichtung der Wasserstoffkerne ist unter natürlichen Umständen rein zufällig. Legt man jedoch an den Körper von außen ein starkes Magnetfeld an, dann ordnen sich diese Atomkerne alle in der gleichen Richtung an, und zwar in Längsrichtung des Körpers.

Magnetfelder und Radiowellen

Genau dieses Prinzip nutzt die Magnetresonanztomographie. Im MRT-Gerät befindet sich ein sehr starkes, für den Menschen jedoch völlig ungefährliches Magnetfeld. Zusätzlich zu diesem Magnetfeld gibt das MRT-Gerät während der Messungen noch Radiowellen mit einer hohen Frequenz auf den Körper ab, wodurch sich die parallele Ausrichtung der Wasserstoffkerne im Magnetfeld verändert. Nach jedem Radiowellen-Impuls kehren die Wasserstoffkerne wieder in die Längsrichtung zurück, die durch den Magneten vorgegeben wird. Hierbei senden die Atomkerne spezielle Signale aus, die während der Untersuchung gemessen und dann vom Computer zu Bildern zusammengesetzt werden.

Allerdings reicht dies allein noch nicht aus, um verwertbare Schichtaufnahmen des Körpers zu erhalten. Deshalb werden zusätzliche Magnetfelder mit Hilfe von sogenannten Spulen an den Körper angelegt. Mit Hilfe dieser magnetischen Systeme ist es möglich, eine Körperregion aus verschiedenen Blickwinkeln abzubilden.

Messung des Wassergehalts im Gewebe

Je nach unterschiedlichem Gehalt von Wasserstoffkernen in den verschiedenen Geweben sendet der Körper unterschiedliche Signale aus. Dadurch lassen sich auf den Bildern die verschiedenen Gewebetypen voneinander abgrenzen, zum Beispiel gesundes von krankem Gewebe.

Durch die Veränderung der Mess-Einstellungen kann man zusätzlich am Computer die Darstellung bestimmter Gewebearten verstärken oder abschwächen.

 

 

Untersuchung in der "Röhre"

Die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) dauert je nach Untersuchung zwischen 10 und 30 Minuten. Meistens liegen die Patienten auf dem Rücken auf einer Liege, die in das röhrenförmige Gerät hineingefahren wird. Um eine gute Bildqualität zu erhalten, sollte man möglichst ruhig liegen. Bei Untersuchungen des Bauches ist es erforderlich immer wieder einmal den Atem kurz anzuhalten. Hierzu erhalten Sie von Zeit zu Zeit Atemkommandos.

Während der kompletten Untersuchung werden die Patienten von unserem medizinischen Personal über einen Bildschirm oder direkt vom Bedienraum überwacht.

Klopfgeräusche

Während der Untersuchung treten laute Klopfgeräusche auf, diese sind ganz normal und werden durch die schnell wechselenden Magnetfelder verursacht. Um Ihr Gehör zu schützen erhalten Sie einen Gehörschutz, falls gewünscht zusätzlich auch Ohrstöpsel.

Einsatz eines intravenösen Kontrastmittels

Der Einsatz eines intravenösen Kontrastmittels ist immer dann notwendig, wenn sehr ähnliche Gewebe oder Gewebeveränderungen voneinander abgegrenzt werden müssen. Das Kontrastmittel wird über einen dünnen Plastikkatheter während der Untersuchung in eine Armvene gespritzt.

Außerdem hilft ein intravenöses Kontrastmittel bei der Untersuchung von Tumoren oder Entzündungsherden. Hier kann der Einsatz wesentliche Zusatzinformationen liefern, da sich in krankem Gewebe Kontrastmittel häufig anders verhält als im umgebenden gesunden Gewebe.

Das bei der MRT eingesetzte Kontrastmittel ist nicht radioaktiv und wird im Allgemeinen gut vertragen. Innerhalb weniger Stunden wird es mit dem Urin wieder vollständig aus dem Körper ausgeschieden.

Eine der wenigen Kontraindikationen für diese intravenösen Kontrastmittel sind Nierenerkrankungen. Wenn Sie unter einer solchen leiden, müssen Sie uns darüber informieren.

Die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) ist bei vielen diagnostischen Fragestellungen unverzichtbar, beispielsweise um herauszufinden, ob Rückenschmerzen durch eine Entzündung oder durch einen Bandscheibenvorfall verursacht werden.

Die MRT eignet sich vor allem dazu, Weichteilgewebe zu untersuchen – das sind zum Beispiel Binde-, Muskel- oder Nervengewebe, das Gehirn und Organe. Auch flüssigkeitsgefüllte Hohlräume wie Herz, Blutgefäße, Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang können wir mit der MRT sehr gut darstellen und begutachten.

Herzschrittmacher & Co.
Patienten mit Herzschrittmachern, eingepflanzten automatischen Defibrillatoren sowie mit einigen älteren künstlichen Herzklappen und Innenohrimplantaten können im MRT nicht untersucht werden. Kein Hinderungsgrund für eine MRT-Untersuchung sind dagegen in der Regel:

  • organische und die meisten neueren künstlichen Herzklappen
  • implantierte Medikamentenpumpen
  • metallische Gefäßclips oder Gefäßprothesen
  • Metallimplantate wie Nägel, Platten und Prothesen in Knochen und Gelenken

Falls Sie Unterlagen zu einem metallischen Implantat haben, bitten wir Sie, diese zur Untersuchung mitzubringen.

Metallhaltige Gegenstände ablegen!
Bevor Sie den Untersuchungsraum für die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) betreten, müssen Sie alle Gegenstände ablegen, die Metall enthalten könnten: Geld, Schlüssel, Schmuck, Uhren, Brille, Hörgerät, herausnehmbare Zahnprothesen etc. Auch Scheck- und Chipkarten dürfen nicht in die Nähe des Magneten gelangen, da sie sonst unbrauchbar werden könnten. Das starke Magnetfeld des MRT ist immer in Betrieb, auch wenn keine Messungen erfolgen!

Metallsplitter im Gewebe
Im Gewebe fest fixierte Metallsplitter stellen ebenfalls keine Gefahr während der MRT dar, allerdings darf die Untersuchung nicht durchgeführt werden, wenn sich solche Metallsplitter in oder in der Nähe des Nervensystems, der Lunge, des Auges oder von Gefäßen befinden.

Sie müssen uns in allen diesen Fällen vor der Untersuchung darüber informieren. Unsere erfahrenen Mitarbeiter und Ärzte stehen Ihnen hier im Zweifelsfalle mit Rat und Tat zur Seite.

Schwangerschaft
Schwangerschaft: in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft sollte keine MRT-Untersuchung erfolgen.

Wer kann keine MRT-Untersuchung bekommen?

Patienten mit medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern, Hirnschrittmachern, älteren Herzklappen oder bestimmten Schmerzpumpen können meist nicht mit einer MRT-Untersuchung untersucht werden, da ggf. Risiken für den Patienten auftreten könnten. Falls Sie Träger eines medizinischen Gerätes sind und nicht wissen, ob Sie eine MRT-Untersuchung bekommen können, kontaktieren Sie uns. Wir versuchen, dies gemeinsam mit Ihnen zu klären.

 

 

Vorteile der MRT

  • keine Strahlenbelastung, da zur Bilderzeugung keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden
  • Aufnahmen können jederzeit und beliebig oft wiederholt werden
  • Einsatz auch bei Kindern
  • Einsatz bei Schwangeren in Einzelfällen ab dem 4. Schwangerschaftsmonat möglich
  • sehr genaue, risiko- und schmerzlose Untersuchung, die in kürzester Zeit exakte Diagnosen liefert
  • Betrachtung von Organen und Geweben in jeder beliebigen Ebene und Schnittrichtung
  • hoher Kontrast zwischen gesundem Gewebe und krankhaften Veränderungen
  • sehr gute Darstellung der meisten Gefäße ohne invasive Methoden
  • relativ kurze Untersuchungszeit durch moderne Gerätetechnologie
  • ausgesprochen gute Verträglichkeit bie Anwendung von Kontrastmitteln

Spezielle MRT-Untersuchungen

Mehr Sicherheit bei der Brustdiagnostik durch Mamma-MRT

Neuere Studien empfehlen eine regelmäßige, ergänzende MRT bei Hochrisikopatientinnen. Gerade in dichtem Drüsengewebe können so verdächtige Veränderungen deutlicher und damit sicherer aufgespürt werden. Eine wichtige Rolle spielt die Mamma-MRT zudem bei der Beurteilung von Brustimplantaten sowie des umgebenden Drüsengewebes - dies ist mit der konventionellen Mammographie nur sehr eingeschränkt möglich.

Nicht nur bei der Abklärung, auch bei der Vorsorge spielt die MRT eine immer größere Rolle. Neuere Studien haben gezeigt, dass bei einigen Tumortypen die Mamma-MRT bis zu 50% mehr suspekte Läsionen finden kann als die Mammographie und der Ultraschall! Daher empfiehlt die Fachgesellschaft American Cancer Society in ihren aktuellen Leitlinien zur Brustkrebsdiagnostik die regelmäßige Durchführung der Mamma-MRT bei Hochrisikopatientinnen (ergänzend zur Mammographie). Weitere Informationen zum Thema Brustdiagnostik finden Sie auf unserer Seite Kompetenzbereich Brustdiagnostik.

Die MRT der Prostata ist das derzeit beste bildgebende Verfahren zur Darstellung der Prostata um einen Tumor auszuschließen oder nachzuweisen. Die MRT ermöglicht genaue Informationen über den Ort und die Ausbreitung eines Tumors - ohne, dass in den Körper eingegriffen werden muss.

Weitere Informationen zum Thema Prostatadiagnostik, zur Vorsorge und Diagnostik von Prostatakrebs finden Sie auf unserer Seite Kompetenzbereich Prostatadiagnostik.

Herz-MRT

Wir sind für die Untersuchung des Herzens mit dem Kernspintomopgraphen (MRT) eingerichtet und von der Deutschen Röntegengesellschaft (DRG) als Zentrum für Kardiovaskuläre Bildgebung zertifiziert. 
Die Herz-MRT wird in der Radiologie am Isar-Klinikum durchgeführt.

Die Ganzkörper-MRT (GK-MRT) ermöglicht eine umfassende bildgebende Analyse des ganzen Körpers in einem einzigen Untersuchungsgang ohne Strahlenexposition.

Weitere Informationen zum Thema Ganzkörper-MRT finden Sie auf unserer Seite Vorsorge-Untersuchungen.

Die MR-Angiographie ist heute die Methode der Wahl zur Darstellung der arteriellen Gefäße. Sowohl die Gefäße im Hals- und Kopfbereich, als auch die Gefäße des restlichen Körpers lassen sich mit der MRT-Angiographie hervorragend untersuchen. Durch die sehr hohe räumliche Auflösung der modernen Geräte lassen sich auch Veränderungen an den kleinsten Gefäßen sehr gut und rechtzeitig erkennen. Durch den technischen Fortschritt hat die nicht invasive MR-Angiographie die früher notwendige risikobehaftete Katheter-Untersuchung in der Diagnostik abgelöst. Zur Durchführung der MRT muss der Patient lediglich ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt bekommen, welches sich in den Gefäßen verteilt und so die Darstellung der Gefäße ermöglicht. Die Untersuchung einer Körperregion (z.B. der Beine) dauert nur wenige Minuten und liefert zuverlässige Ergebnisse.

Spezielle MRT-Untersuchungen im Bereich der muskuloskelettalen Bildgebung

Bei der direkten Arthrographie erfolgt die MRT- oder manchmal auch die CT-Untersuchung des Gelenks, nachdem zuvor Kontrastmittel in das Gelenk injiziert wurde. Mit Hilfe dieser Technik, die bei speziellen Fragestellungen indiziert ist, können vor allem Strukturen der Gelenkkapsel und die knorpeligen Anteile eines Gelenks besser als in einer konventionellen MRT beurteilt werden. Am häufigsten wird diese Technik beim Hüftgelenk, der Schulter und dem Handgelenk eingesetzt, manchmal auch am Sprunggelenk.

Das Kontrastmittel wird mit einer dünnen Nadel, in etwa so groß wie bei einer Blutabnahme, unter sterilen Bedingungen und nach örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) unter Röntgenkontrolle in das Gelenk injiziert. Anschließend erfolgt die eigentliche Bildgebung im MRT-Gerät.

Mögliche, jedoch sehr seltene Risiken der Gelenkpunktion sind eine Infektion, Blutungen oder eine allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel oder das örtliche Betäubungsmittel.

Download:

.pdf MR-Arthrographie

Eine Besonderheit an unserem Standort Heimeranplatz ist ein kleines, sehr leistungsfähiges MRT-Gerät (Gelenk-Scanner) für die Untersuchung der Hand/Handgelenk und des Fußes. Der Patient sitzt während der Untersuchung bequem neben dem Gerät und nur die Hand bzw. der Fuß befindet sich in dem Tunnel des Gerätes.

Häufige Fragen

Als schonendes Verfahren hat die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) das Spektrum bei der Diagnostik von Herzerkrankungen erheblich erweitert. Ohne jegliche Strahlenbelastung und völlig schmerzlos können wir mit Hilfe der modernen Hochleistungs-MRT-Geräte Aufnahmen von jeder Ebene des Herzens anfertigen und zu dreidimensionalen Bildern zusammensetzen.

Auf diese Weise erhalten wir detailliert Auskunft über die Größe des Herzens, alle Herzinnenräume, die Dicke der Herzwände, die Struktur und Funktion der Herzklappen, die Durchblutung des Herzmuskels und die Leistungsfähigkeit des Herzens.

Diese Untersuchung wird in der Radiologie Isar Medizin Zentrum angeboten.

MRCP bedeutet „Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie“ und ist der Fachbegriff für eine MRT-Untersuchung der Gallenwege und dem Gang der Bauchspeicheldrüse. Sie ist eine Ergänzung zur Untersuchung der Leber.

Bislang war die Diagnostik von krankhaften Veränderungen der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsengangs vor allem mit Hilfe der so genannten ERCP (endoskopische retrogade Cholangio-Pankreatikographie) möglich, bei der die Untersuchung mittels eines Endoskops erfolgt. Die ERCP ist ein invasives Verfahren - das bedeutet, sie ist mit einem direkten Eingriff in den Körper verbunden.

Mit Hilfe der MRCP steht nun ein nicht invasives Verfahren zur Verfügung, mit der zum Beispiel Gallenstauungen infolge eines Gallensteins schonend und sicher diagnostiziert werden können.

Viele gut- und bösartige Tumoren lassen sich mit einer MRT schonend und sicher erkennen. In manchen Fällen sind jedoch andere oder weitere Untersuchungen nötig.

Die MRT ist eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden bei Verdacht auf eine Tumorerkrankung der Muskulatur, der Knochen, des zentralen Nervensystems (Kopf und Wirbelsäule), der Bauchorgane und der weiblichen Beckenorgane. Auch zur Krebsvorsorgeuntersuchung der Prostata leistet die MRT gute Dienste, weil mit ihr schon kleinste Veränderungen der Gewebestruktur sicher erkannt und beurteilt werden können.

Ein weiteres Beispiel ist die so genannte Mamma-MRT der Brust, die ebenfalls sehr gute diagnostische Ergebnisse liefert. Sie wird meist ergänzend zur Mammographie und zur Sonographie (Ultraschall) der weiblichen Brust eingesetzt. Gerade dann, wenn bei der Mammographie oder im Ultraschall kein eindeutiger Befund vorliegt, kann diese Untersuchung therapieentscheidend sein.

Im Gegensatz zur Computertomographie (CT), die mit Röntgenstrahlen arbeitet, werden bei der MRT Schichtaufnahmen des Körpers mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt. Die Patienten sind deshalb bei der MRT keiner Strahlenbelastung ausgesetzt. Die Untersuchung ermöglicht eine Ansicht des Körpers aus allen Richtungen.

Die strahlungsfreie MRT wird oft als Konkurrenz zur CT dargestellt. Wir sehen beide Methoden jedoch als sich ergänzende Diagnose-Maßnahmen. Je nach zu untersuchender Region, diagnostischer Fragestellung, persönlicher Situation des Patienten etc. entscheiden der behandelnde Arzt und unsere Radiologen in jedem Einzelfall, welche Diagnose-Methode sich am besten eignet.

In Notfallsituationen oder bei unruhigen Patienten wird zum Beispiel eher eine CT durchgeführt, da sie innerhalb von wenigen Minuten eine Diagnose liefert. Die Untersuchung mittels Kernspintomographie dauert dagegen zwischen 15 und 30 Minuten.

Dafür wird die MRT-Untersuchung in der Regel eingesetzt

  • zur besseren Unterscheidungen von Weichteilgewebe, Gelenkstrukturen, Brustgewebe und Gehirn und Nerven

  • zur Untersuchungen von Kindern und jungen Erwachsenen (wegen fehlender Strahlenbelastung)

  • bei einer Allergie gegen jodhaltige Röntgen-Kontrastmittel

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