Nuklearmedizinische Untersuchungen

Untersuchung der inneren Organe, des Skeletts und des Stoffwechsels mit der Doppelkopfkamera

Nuklearmedizinische Untersuchungen

DIE RADIOLOGIE München bietet an den verschiedenen Standorten des radiologischen Praxisverbunds auch nuklearmedizinische Untersuchungen an. Diese ermöglichen eine funktionelle Diagnostik des Stoffwechsels der Organe und des umliegenden Gewebes - die besonders bei der Beurteilung des Zustands der Schilddrüsen von großer Bedeutung ist. Aber auch bei der Diagnostik des Skeletts oder des Herzens kommen nuklearmedizinische Verfahren zum Einsatz.

Wir sind für Sie da

An unseren Standorten für nuklearmedizinische Untersuchungen kümmern wir uns effizient und umfassend um Sie. Unser freundliches und kompetentes Ärzte- und Assistententeam sorgt für reibungslose Abläufe – vom Empfang über die Untersuchung bis zur Erklärung des Befundes.

Unsere Untersuchungen

  • Schilddrüsen-Szintigraphie
  • Knochen-Szintigraphie
  • Nierenfunktions-Szintigraphie
  • Schilddrüsenpunktion

Wie läuft die Untersuchung ab?

Vorgehensweise und Nebenwirkungen

In Abhängigkeit von der Untersuchung werden spezifische Kontrastmittel über die Vene verabreicht. Nach einer gewissen Wartezeit wird die Anreicherung und Verteilung des Kontrastmittels im Körper mit modernen Doppelkopf-Kameras erfasst. Diese ermöglichen eine schnelle und präzise Bildgebung und Untersuchung. Nebenwirkungen durch die äußerst geringe Strahlenbelastung sind nicht zu erwarten.

In der Regel ist für eine nuklearmedizinische Untersuchung keinerlei spezielle Vorbereitung nötig. Je nach Art der Untersuchung kann es aber sein, dass Sie z. B. nüchtern bleiben müssen (z. B. bei der Myokardszintigraphie). Im Einzelfall kann es auch möglich sein, dass Sie bestimmte Medikamente vor der Untersuchung einnehmen oder weglassen müssen. Manchmal brauchen wir auch noch zusätzliche Informationen, wie z. B. das Ergebnis einer Blutuntersuchung (z. B. Schilddrüsenszintigraphie) oder von vorangegangenen Röntgenuntersuchungen (z. B. Frage nach Lockerung einer Gelenkprothese bei der Skelettszintigraphie oder Frage nach Lungenembolie bei der Lungenperfusionsszintigraphie). Über die Details werden Sie hierzu bei der Anmeldung zur Untersuchung informiert oder wir klären das direkt mit dem überweisenden Kollegen.

Bei einer Szintigraphie bekommen Sie in der Regel eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz in eine Armvene verabreicht. Diese schwach radioaktive Substanz besteht meist aus dem eigentlichen Strahler (in der Regel Technetium 99m, kurz: Tc99m) und - je nach zu untersuchendem Organ und Fragestellung - einem bestimmten Molekül, an das der Strahler gekoppelt ist.

Über den Blutkreislauf verteilt sich die radioaktive Substanz im Körper und sammelt sich in den zu untersuchenden Organen an. Oft können schon wenige Minuten nach der Gabe die radioaktiven Signale von einer Gammakamera aufgezeichnet werden (z. B. Schilddrüsenszintigraphie). Manchmal ist aber auch eine längere Wartezeit nötig, damit sich die Substanz lange genug anreichern kann (z. B. Skelettszintigraphie). Die Aufzeichnung dauert, je nach Untersuchung, zwischen 5 und 45 Minuten und findet entweder im Liegen, Sitzen oder Stehen statt. Nach der Untersuchung erfolgt am Computer die Auswertung.

Sie sind durch die nuklearmedizinische Untersuchung in keiner Weise beeinträchtigt. Die eingesetzten gering radioaktiven Substanzen sind in aller Regel ohne Nebenwirkungen, zerfallen meist sehr schnell bzw. werden rasch über die Nieren ausgeschieden. Es treten normalerweise keine Allergien auf.

In manchen Fällen sind zusätzliche Untersuchungen wie Ultraschall oder Blutabnahme nötig.

Untersuchungsdauer: die Untersuchungen können - je nach zu untersuchendem Organ - stark variieren: von 30 Minuten bis zu vier Stunden in mehreren Aufnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten.

Im Anschluss an die Untersuchung besprechen wir mit Ihnen gemeinsam das Ergebnis und ggf. weitere Maßnahmen. Sie bekommen die Aufnahme für den überweisenden Kollegen gleich mit. Der Befund wird in der Regel separat an den überweisenden Kollegen gefaxt.

Warum eine nuklearmedizinische Untersuchung?

Nuklearmedizinische Untersuchungen werden meist zur Beurteilung der Funktion von Organen und Geweben vorgenommen. Solche Funktionsstörungen können oft das erste Zeichen einer Krankheit sein.

Nuklearmedizinische Untersuchungen sind keine Konkurrenz zu anderen bildgebenden Untersuchungen, sondern eine sinnvolle Ergänzung im diagnostischen Ablauf. Mit ihnen können bestimmte Erkrankungen früher und sicherer erkannt werden. Viele krankhafte Veränderungen können mit nuklearmedizinischen Untersuchungen bereits entdeckt werden, wenn andere Untersuchungsmethoden noch keine Hinweise auf eine Gesundheitsstörung erkennen lassen. Beispiele sind die Erkrankung der Herzkranzgefäße und damit der drohende Herzinfarkt oder die Ursache von Knochenschmerzen.

Einsatzgebiete der Nuklearmedizin

Die häufigsten nuklearmedizinischen Untersuchungen betreffen die Schilddrüse (Schilddrüsenszintigraphie) und das Skelett (Skelettszintigraphie), die Durchblutung der Lunge (Lungenperfusionsszintigraphie), die Funktion der Nieren (Nierenfunktionsszintigraphie) und des Herzmuskels (Myokardszintigraphie).

Weitere Einsatzgebiete sind die Darstellung des Lymphabflussgebietes (z. B. bei Brustkrebs oder Hautkrebs), das Aufsuchen krankhaft veränderter Nebenschilddrüsen, die Frühdiagnose bestimmter Erkrankungen des Gehirns (z. B. Morbus Parkinson), der Speiseröhre und des Magendarmtrakts (z. B. Passagestörungen) sowie das Aufsuchen von seltenen, sogenannten neuroendokrinen Tumoren und von Tumoren der Nebennieren. Zum Teil ist bei diesen Organen und Krankheiten die Beurteilung mit anderen Untersuchungsmethoden gar nicht möglich.

Nuklearmedizinische Therapie

Neben der nuklearmedizinischen Diagnostik bieten wir auch alle ambulant möglichen nuklearmedizinischen Therapieformen an. Es handelt sich hierbei um die Radiosynoviorthese (RSO), d. h. die Behandlung von schmerzhaften Gelenkentzündungen und um die enossale Schmerztherapie, d. h. die Behandlung von schmerzhaften Knochenmetastasen.

Des Weiteren sind wir spezialisiert für die Vorbereitung, Vermittlung und Nachsorge zur Radiojodtherapie von Schilddrüsenerkrankungen. Da die Radiojodtherapie nur stationär durchgeführt werden darf, müssen Sie aber zur eigentlichen Therapie wenige Tage in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Für speziellere Formen der nuklearmedizinischen Therapie (z. B. Peptidrezeptor-Therapie bei neuroendokrinem Karzinom oder Antikörpertherapie bei Lymphom) sind wir gerne Ihr Ansprechpartner und gegebenenfalls Vermittler.

Welche Organe werden untersucht?

Unsere Praxis bietet das gesamte Spektrum an nuklearmedizinischen (szintigraphischen) Untersuchungen an. Wir führen u. a. Untersuchungen zur Beurteilung des Funktionszustandes von folgenden Organen durch:

  • Schilddrüse: zum Beispiel zum Nachweis und zur Beurteilung von autonomen (heißen) Knoten, Entzündungen und Tumoren der Schilddrüse

  • Nebenschilddrüse: zum Beispiel zum Aufsuchen krankhafter Nebenschilddrüsenknoten

  • Herz: zum Beispiel um abzuklären, ob, wo und wie stark die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels wegen einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) eingeschränkt ist

  • Lunge: zum Beispiel bei Verdacht auf eine Lungenembolie

  • Skelett: zum Beispiel zur Abklärung von Knochenschmerzen, von Schmerzen nach Implantation einer Gelenkprothese oder auch zur Frage, ob Krebserkrankungen Tochtergeschwülste in den Knochen gesetzt haben

  • Nieren: zum Beispiel zur Beurteilung der Nierenfunktion (getrennt für die rechte und linke Niere) und zur Beurteilung des Harnabflusses

  • Magen-Darm-Trakt und Leber: zum Beispiel zur Untersuchung der Passagefunktion von Speiseröhre und Magen, zur Suche nach Blutungen im Magen-Darm-Trakt und zur Suche nach einem Meckel'schen Divertikel

  • Gehirn: zum Beispiel zur Untersuchung der Gehirndurchblutung und zur Abklärung einer Parkinson-Erkrankung

  • Lymphknoten: zum Beispiel zur Markierung des sogenannten "Wächterlymphknotens" im Abstromgebiet der Lymphe bei Brustkrebs oder Hautkrebs. Dies ist wichtig, um das Operationsrisiko zu senken und trotzdem eine exakte Information über den Befall der Lymphknoten zu bekommen.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Radioaktivität ist etwas Natürliches und steckt z. B. überall im Boden. Zudem erreicht uns Strahlung aus dem Kosmos. Es gibt in Deutschland Regionen mit hoher natürlicher Radioaktivität (z. B. Fichtelgebirge) und solche mit niedriger. Generell hängt die Gefahr, die von Radioaktivität für den Menschen ausgeht, sowohl von der Art der Strahlung als auch von der Strahlenmenge ab.

Bei einer Szintigraphie wird in der Regel eine geringe Menge des schwach radioaktiven Technetium 99m (Tc-99m) gespritzt. Tc-99m hat eine sehr kurze physikalische Halbwertszeit - nämlich ca. 6 Stunden - das ist die Zeit, in der die Strahlung auf die Hälfte zerfällt. Außerdem werden die radioaktiven Substanzen auch noch schnell über die Nieren "ins Freie" ausgeschieden. Diese sogenannte biologische Halbwertszeit ist oftmals noch kürzer, z. B. ca. 4 Stunden. In der Summe aus physikalischem Zerfall und biologischer Ausscheidung ergibt sich die sogenannte effektive Halbwertszeit, d. h. die Zeit in der die Strahlung im Körper um die Hälfte abnimmt. Sie beträgt typischerweise ca. 2-3 Stunden. Das heißt für Sie, dass die Strahlung, die Sie von uns verabreicht bekommen, bereits nach wenigen Stunden wieder abgeklungen ist.

Die Strahlenbelastung für den Körper ist so relativ gering. Durch die Optimierung der Kameratechnik sowie Verbesserungen bei den verwendeten radioaktiven Substanzen liegt die Strahlenbelastung der häufigsten nuklearmedizinischen Untersuchungen (zum Beispiel der Schilddrüsenszintigraphie) unterhalb der jährlichen natürlichen Strahlenbelastung.

Zur Beurteilung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße liegt die Belastung unter der einer Herzkatheteruntersuchung und ist vergleichbar mit der Strahlenexposition während einer Computertomographie.

Genauere Information zu Nuklearmedizinischen Verfahren finden Sie hier in einem ausführlichen .pdf.
Weitere Informationen über unseren Kompetenzbereich für Nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie.

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