Infomationen zur Strahlenexposition

Minimale Strahlenexposition hat Priorität

Dank innovativer Technologien wurde die Strahlenexposition durch radiologische Untersuchungen in den letzten Jahren deutlich gesenkt. Damit Sie davon in vollem Umfang profitieren, setzen wir ausschließlich modernste Technik ein. „So wenig Strahlung wie möglich – so viel Röntgen wie notwendig“, lautet das Motto. Deshalb prüfen wir vorab die Indikation und führen nur notwendige und sinnvolle Untersuchungen durch. Sie können uns dabei unterstützen, indem Sie alle relevanten und bereits vorhandenen Röntgenaufnahmen mitbringen.

Durch unser Know-How sowie konsequente Optimierung der Untersuchungsprotokolle konnte die Strahlenexposition z.B. in der Computertomographie nochmals um teilweise über 80 % gesenkt werden

Strahlung ist für den Körper keine Ausnahmesituation
Alle Lebewesen auf der Erde sind Tag für Tag energiereicher, ionisierender Strahlung ausgesetzt. Sie ist natürlichen Ursprungs und stammt aus verschiedenen Quellen. Es gibt kosmische Strahlung, Erdstrahlung, Strahlung in der Luft durch natürliches Radongas und aus der Nahrung. Körpereigene Reparatur- und Abwehrmechanismen sorgen dafür, dass diese natürliche Strahlenexposition meist keine schädlichen Folgen hat. In Deutschland beträgt sie je nach Wohnort durchschnittliche 2,1 mSv pro Jahr. Zur natürlichen kommt eine mittlere zivilisationsbedingte Strahlenexposition von jährlich rund 1,8 mSv, deren Ursache medizinische Untersuchungen, Atombombenfallouts und die Folgen von Tschernobyl sind. Somit liegt die mittlere Strahlenexposition aus natürlichen und zivilationsbedingten Quellen in Deutschland bei etwa 4 mSV pro Jahr.

„Die Einheit Sv“
Die Einheit Sv ist nach dem schwedischen Mediziner und Physiker Rolf Sievert (1896-1966) benannt. Sie beschreibt die so genannte Äquivalentdosis, also die biologisch wirksame Strahlendosis in Abhängigkeit vom aufnehmenden Organismus und von der Strahlungsart. Bis 1985 wurde sie in Rem gemessen.

Der Erkenntnisgewinn ist größer als die Strahlenbelastung
Wie niedrig die Strahlenbelastung bei Röntgenuntersuchungen heute tatsächlich ist, zeigt der direkte Vergleich. So entspricht eine Röntgenaufnahme des Brustraums ziemlich genau der Dosis, die der Mensch im Laufe von zehn Tagen auch durch ganz natürliche Strahlung abbekommt (ca. 0,05 mSv). Etwas höher sind die Werte bei Untersuchungen der Wirbelsäule, des Bauchraums sowie bei der Computertomographie – aber auch hier ist das theoretische Strahlenrisiko minimal.

Fest steht: Der Erkenntnisgewinn für die Gesundheit ist im Vergleich zum Risiko um ein Vielfaches höher. Denn erst der Blick in den Körper und eine exakte Diagnose ermöglichen Ihrem Arzt eine gezielte Behandlung.

In der Tabelle links finden Sie Informationen zur Strahlendosis typischer Untersuchungen im Vergleich zur natürlichen Strahlenexposition.